Kurzantwort: In einer Gruppenpartie müssen andere Teilnehmer nur den Spielstand sehen: Wer ist an der Reihe, welcher Wurf erfolgte, welches Feld und welcher Übergang gelten. Persönliche Absicht, Antwortentwurf, privater KI-Dialog und Abschlussnotizen dürfen nicht automatisch gemeinsam werden. Der Spieler entscheidet über jede Freigabe. Vor Beginn braucht die Gruppe Regeln zu Sichtbarkeit, Speicherung, Screenshots, Überspringen und Löschung.
Schwerpunkt: Gemeinsame Spielereignisse von persönlichem Inhalt trennen, klare Zustimmung gestalten und die Offenlegung sensibler Daten begrenzen.

Privatsphäre ist mehr als ein Schalter
„Privat“ kann heißen: Die Gruppe sieht den Text nicht, die Begleitung sieht ihn nicht, er wird nicht in einer neuen Partie verwendet oder nach der Sitzung gelöscht. Diese Zusagen müssen einzeln erklärt werden.
Vor Beginn braucht jeder eine einfache Datenkarte: Was wird erhoben, warum, wer erhält Zugriff, wie lange bleibt es und wie lässt sich die Wahl ändern?
Vier Informationsstufen
| Stufe | Beispiele | Standardzugriff |
|---|---|---|
| Spielstand | Reihenfolge, Wurf, Feld, Pfeil oder Schlange | Gruppe |
| Freiwillige Aussage | vom Spieler vorgelesener Teil | gewählte Teilnehmer |
| Persönliche Notiz | Absicht, Entwurf, vollständige Antwort | nur Eigentümer |
| Sensible Daten | Dokumente, Adresse, medizinische Details, fremde Nachrichten | möglichst nicht eingeben |
Für die Bewegung der Figur braucht das gemeinsame Brett keine vollständige Reflexion.
Zustimmung konkret machen
Vor der Einladung sollte klar sein, ob echter Name oder Alias erscheint, ob die Begleitung die Absicht sieht, ob Geschichte nach dem Austritt bleibt, ob Bildschirmaufnahmen erlaubt sind und wer exportieren darf. Teilnahme bedeutet nicht Zustimmung zur Offenlegung jedes Details.
Verletzung ohne technischen Angriff
Anna schreibt privat über Schulden. Die Begleitung fragt im Gruppenraum nach „der genannten Summe“. Der Text wurde nicht eingeblendet, aber eine private Tatsache offengelegt.
Sicherer ist eine private Nachfrage, ob Anna einen Teil teilen möchte. Wenn nicht, geht der Zug ohne Begründung weiter.
Viele Vorfälle entstehen durch falsche Empfänger, gemeinsame Bildschirme, Sperrbildschirmmeldungen oder weitergeleitete Aufnahmen.
Datensparsam spielen
Vollständige Namen, Arbeitgeber, Diagnosecodes oder exakte Kontostände sind selten nötig. Rollen wie „Partner“, „Vorgesetzte“ oder „größere Summe“ reichen häufig. Fremde Nachrichten sollten nicht vollständig eingefügt werden, wenn beobachtbares Verhalten beschrieben werden kann.
Vereinbarung der Gruppe
Auch Freunde sollten festlegen, Antworten nicht später zu besprechen, Offenbarungen nicht als Waffe zu nutzen und das Überspringen eines Themas zu akzeptieren. Ablehnung muss ohne Rechtfertigung möglich sein.
Nach dem Ende
Jeder Teilnehmer sieht, welche gemeinsamen und persönlichen Daten verbleiben, und kann speichern, exportieren oder löschen. Entfernte Personen dürfen keine späteren Aktualisierungen erhalten.
Privatsphäre funktioniert, wenn Freigabe eine bewusste einzelne Handlung ist und nicht automatisch mit dem Beitritt geschieht.
Fragen zum Thema
Sieht die Gruppe meine Ausgangsabsicht?
Sie sollte standardmäßig privat sein. Freigabe erfolgt freiwillig.
Darf die Begleitung private Antworten lesen?
Nur wenn dieser Zugriff klar beschrieben und akzeptiert wurde.
Sind Screenshots erlaubt?
Nur nach vorheriger Zustimmung aller, da Namen und persönliche Aussagen sichtbar sein können.
Was passiert bei versehentlicher Offenlegung?
Diskussion pausieren, Inhalt nicht wiederholen, wenn möglich löschen und die betroffene Person entscheiden lassen.
Bedeutet „privater Raum“, dass der Dienst nichts verarbeitet?
Nein. Schutz vor anderen Spielern und technische Verarbeitung sind verschiedene Ebenen.
Verwandte Leela-Ratgeber
- Private Leela-Räume: Einladungen, Reihenfolge und persönliche Antworten
- Leela als Online-Gruppenspiel: Raum, Reihenfolge und Privatsphäre
- Leela für Gruppen: Größe, Rollen und Tempo
- Leela für zwei Personen: Reihenfolge und Privatsphäre
- Leela für Paare: Dialog ohne Druck
- Leela mit Freunden: eine Spielsitzung organisieren
- Leela mit KI-Teilnehmenden: mehrere Perspektiven ohne Gruppensuche
- KI-Begleitung in Leela: Nutzen und Grenzen
FAQ
Sieht die Gruppe meine Ausgangsabsicht?
Sie sollte standardmäßig privat sein. Freigabe erfolgt freiwillig.
Darf die Begleitung private Antworten lesen?
Nur wenn dieser Zugriff klar beschrieben und akzeptiert wurde.
Sind Screenshots erlaubt?
Nur nach vorheriger Zustimmung aller, da Namen und persönliche Aussagen sichtbar sein können.
Was passiert bei versehentlicher Offenlegung?
Diskussion pausieren, Inhalt nicht wiederholen, wenn möglich löschen und die betroffene Person entscheiden lassen.
Bedeutet „privater Raum“, dass der Dienst nichts verarbeitet?
Nein. Schutz vor anderen Spielern und technische Verarbeitung sind verschiedene Ebenen.
Quellen und redaktionelle Methode
Dieses Material dient dem Lernen und der Selbstreflexion. Es verspricht keine Zukunftsvorhersage und ersetzt keine professionelle Hilfe.